HELP FM - Der Selbsthilfe-Podcast

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00:00:00: Einsamkeit könnte man jetzt so etwas trivial sagen, ist auch ein großer Schmerz und Schmerzen will betäubt werden.

00:00:06: Und ich habe das zum Beispiel mit Drogen gemacht.

00:00:08: Wir haben jeden Morgen fünf, sechs Tage, zwei Jahre lang um acht Uhr telefonieren eine halbe bis drei, vier Stunden.

00:00:20: In unserer heutigen Folge geht es um ein gesamtgesellschaftliches Thema jeden betrifft oder betreffen kann.

00:00:27: Alle Besflechter, alle Bevölkerungsgruppen.

00:00:30: Jeden All, dass es geht um die Einsamkeit und das ist häufig auch mit einem großen Schammengefühl behaftet.

00:00:36: Und ich freue mich jetzt mit dem Autor Daniel Haas sprechen zu können.

00:00:40: Der hat nämlich genau zu diesem ganz brisanten Thema ein sehr interessantes Buch veröffentlicht.

00:00:46: Herzlich willkommen, Daniel hier bei uns bei Hellbitter.

00:00:49: Hallo!

00:00:50: Daniel, wie fühlst du dich gerade?

00:00:53: Würdest du sagen, dir fühlt sich einsam?

00:00:55: Nein, aktuell fühle ich mich nicht einsam.

00:00:57: Die Einsamkeit zu empfinden, was kommt so in Wellen?

00:01:01: und die Phase, in der ich mich tatsächlich dauerhaft zur Einsamigkeit gefühlt habe, die ist vielleicht nicht überstanden oder das ist noch nicht adacta gelegt, aber es ist sehr viel milder geworden.

00:01:13: dieses Empfinden.

00:01:15: Ich habe ganz bewusst gefragt, wie du dich fühlst oder wie du es empfingst.

00:01:18: Weil ich finde da gibt's so zwei Seiten die man betrachten muss und das gibt vielleicht eine objektive Einsamkeit wo man sagen muss okay dieser Mensch lebt sehr zurückgezogen ist isoliert und es gibt eine erfundene einsamkeit.

00:01:31: Man kann sich ja inmitten einer großen menschenmenge komplett einsam fühlen.

00:01:34: Das stimmt Ja.

00:01:35: Es gibt Situationen die uns tatsächlich isolieren und sehr einsamen werden lassen also der Verlust eines Wir lieben Menschen, große Armut gehört dazu.

00:01:45: Migrationserfahrungen in dramatischer Weise natürlich.

00:01:49: und dann gibt es genau wie du das angesprochen hast dieses persönliche Empfinden dass ich mich in einer Partnerschaft, in einer Ehe gemeinsam mit Freunden bei einem Event furchtbar einsam fühlen kann weil es einen mangel an Zugehörigkeit gibt dass darauf kommen wir vielleicht noch zu sprechen.

00:02:06: Also das hat unbedingt mit dir reingeben, den Menschenmenge oder Anzahl von Menschen zu tun.

00:02:11: Genau

00:02:12: und es ist keine Frage der Quantität, sondern Ihre Qualität hat auch mit Verständnis, glaube ich, zu tun also mit dem Gefühl der Geborgenheit und dass man so angenommen wird wie man ist.

00:02:21: Und das kann ja auch häufig in Beziehungen ein Problem sein.

00:02:24: Du hast da auch sehr offen drüber geschrieben über die Einsamkeit, die du jahrelang empfunden hast, die teilweise auch verdrängt hast natürlich Und bist da ganz tief auch so reingegangen bis hin zu deinen familiären Wurzeln.

00:02:36: Dann nimm uns doch vielleicht mal ein Stück weit mit in deine Geschichte ab.

00:02:40: wann hast du dann wirklich für dich gesagt, ich bin einsam oder fühle mich halt ganz klar einsam?

00:02:46: Ich muss das so akzeptieren.

00:02:47: und was waren deiner Ansicht nach die Ursachen?

00:02:51: Also

00:02:51: so richtig als die Lämmer ist mir das bewusst geworden nach einem sehr schweren Burnout im Jahr two-neunzehn.

00:02:57: Da kam auch noch Covid oben drauf.

00:02:59: Covid ist überhaupt für viele

00:03:01: Ja.

00:03:02: So eine

00:03:02: Säuberstelle, wo sich Einsamkretsdilimiter verschärfen in der Gesellschaft gerade für junge Menschen die ja sehr tapfer hinter ihren Rechnern aushaaren um die Gesamtgesellschaft zu schützen und dann darüber immer einsamer werden und isolierter.

00:03:17: Und wie gesagt mich hat es bei diesem Burnout schwer erwischt und auch in der nachfolge Zeit kamen noch ein paar Schicksalsschläge dazu.

00:03:27: ich verlor meinen Job meine Partnerin trennte sich Und meine Mutter zidierte sich auch noch.

00:03:33: Also das war ein Potpourri aus Katastrophen sozusagen und da wurde mir, der verschärfte sich das sehr stark weil du beantwortest nach den Ursachen die sind natürlich vielfältig aber ich glaube dass in meiner Familie ist ein großes Talent für Einsamkeit gegeben nicht nur bei mir sondern also ich bin das steht glaube ich sogar auch im Text irgendwo so In dem Buch, ich bin schon ein Err oder auch einer gewissen Einsamkeit.

00:04:04: Meine Mutter und meinen Vater, mein Stiefvater und auch deren Eltern waren also große Einsamkeits-Experten und Expertinnen.

00:04:11: Was heißt das?

00:04:11: Sie haben die Einsamkeiten gesucht oder waren einsam ohne es zu wollen?

00:04:15: Beides!

00:04:15: Also meine Mutter der auch das erste Kapitel... sozusagen das Buches gewidmet ist oder deren beschichtliche Erzähle, da war in der Zeit zweiundvierzig eine schon sehr belastete Kriegs- und Nachkriegsgeneration aufgezogen von einem furchtbar strengen Vater die sich dann wieder eine Ehe flüchtet wo sie noch einsamer wird.

00:04:35: Also das ist... Und die dann irgendwann dieses Schicksal annimmt, dass da aus einem regelrechten Lebensstil macht.

00:04:42: Also sehr kultiviert, sehr wohlhabend muss man auch sagen und auf hohem Niveau sich isoliert und das auch zu ihrem Lifestyle erklärt.

00:04:52: Das kann ja sowas haben, so eine Form des höheren Bewusstseins nach dem Motto ich möchte mich gar nicht mit den Menschen abgeben.

00:04:58: Es kann ja so ein Standeslünkel dann noch haben diese Einsamkeit

00:05:02: Da kommt sehr vieles zusammen.

00:05:04: Man kann sich das sozusagen schön schwingen mit so einem Standesdünkel, man nennt es dann auch soziale Distinktionen.

00:05:12: Sie fand dann im zweiten Ehemann einen Mann der sich ebenfalls auf sehr hohem Niveau isoliert hatte und die beiden haben sich dann wirklich so verbarrikadiert in einer Festung der Einsamkeit und haben das als Lebensstil kultiviert und wurden darüber immer empfindlicher und eigensinniger und konnten also Menschen dann kaum noch ertragen irgendwann

00:05:30: Von da bis zu groß geworden in diesem Milieu?

00:05:33: Ja, genau.

00:05:35: Also meinen Stiefvater habe ich als später kennengelernt aber mein leiblicher Vater nun war ebenfalls ein wohlhabender Erbe der sich ruiniert hat und er sich suicidierte als ich siebzehn war und der darüber sehr einsam geworden war.

00:05:47: also es ist ein bürgerliches oder apaklasmilieu wo man sehr auf die Etikette das Image und die Fassade auf die Auflechterhaltung einer bestimmten Wohlstandskulisse.

00:06:00: Und was dahinter passiert, damit müssen wir alle irgendwie klarkommen und dahinter findet großes Leid und Ehlen statt.

00:06:07: Wenn ich das sage muss sich auch immer anfügen wenn ich das Sage füge ich auch immer an dass natürlich es gibt Einsamkeitserfahrungen die sind von tiefer Armut geprägt von traumatischen Erfahrungen Stichwort geflüchtete alte Menschen, kranke Menschen mit psychischen Störungen.

00:06:30: Das sind äußere Faktoren die sind so vehement das Einsamkeit die Folge sein muss zwangsläufig zumindest auf Zeit.

00:06:38: und was ist bei mir natürlich anders gelagert nicht?

00:06:41: Ich glaube wir können das Phänomen Einsamkeiten immer betrachten auf einer psychologischen Ebene aber natürlich auch auf einer politischen auf einer gesellschaftlichen Ebene.

00:06:52: Dann sind das vielleicht zwei Perspektiven, die man überblenden kann.

00:06:56: Aber die, die doch alles gelagert sind?

00:06:59: Geht ja auch um der Verlust von Nähe zum Beispiel, glaube ich.

00:07:03: Der wird dann auch sehr schmerzhaft irgendwo enthunden.

00:07:05: Also auch der Einsame, der sich in die Einsamkeit flüchtet meistens hat er doch einen Bedürfnis nach Geborgenheit, ob er das vielleicht nicht zugibt weiß nicht wie du es empfunden hast im Elternhaus.

00:07:15: also das klingt alle sehr distanziert, distinguuiert.

00:07:18: Ja

00:07:19: Der Vormal der Äthelpitäte, da fehlt wahrscheinlich einfach mal dieses gerade Kinderbrauchen das doch mal geduld zu werden und angenommen zu werden.

00:07:26: Und Kindern ist es auch völlig egal ob's grad mal unordentlich ist oder dreckig oder vielleicht auch mal wenig Geld als Kinderbrauchin lieben.

00:07:33: Geworgenheit!

00:07:34: Auf jeden Fall wenn alle Akteure in einer Familie sich schon in sich selbst vergraben haben aufgrund ihrer Probleme Hämnisse Verränkungen, wie wir das auch nennen.

00:07:46: Dann ist es vor allem für Kinder, Haarenwachsende, Jugendliche ganz besonders schwer und dann entsteht in einem nochmal ganz andere Art der Einsamkeit.

00:07:54: Wie hast du dann deinen Weg?

00:07:57: Also gerade als Jugendlicher einer Pubertät und wie auch immer und also dann ins Leben ging

00:08:01: es.

00:08:01: Wie

00:08:02: hast Du das dann so mitgenommen?

00:08:03: Wie hatte ich das geprägt?

00:08:04: Auch negativ vielleicht dass du diesen Ballast so ein Stück weit mit dir umgesleppt hast.

00:08:09: Ich habe sehr früh die Erfahrung gemacht, dass meine Eltern keine Instanz sind an die ich mich wenden kann um Hilfe zu bekommen oder Zuspruch oder Verständnis.

00:08:22: Und das sage ich ganz ohne jetzt so dieses wie man auf Neuesack Blame-Game zu spielen ja?

00:08:28: Ohne jetzt meine Verantwortung für mein Leben von mir zu weisen!

00:08:32: Das ist einfach ein Faktum, diese beiden Eltertreide große Handicaps mit sich rumschleppen und deswegen auch nicht zu verfügen standen emotional, wie du es gerade angesprochen hast.

00:08:44: Und dann ... Vielleicht kennst du das ja auch?

00:08:47: Es gibt eine Gravitation zwischen den verstrahlten Kids.

00:08:52: Man erkennt sich irgendwie so halbbewusst oder unbewusst und hängt dann genau jenen ab und findet die Peer Group bei jenen genauso.

00:08:59: Ja, leiden,

00:09:00: leiten.

00:09:01: Genau!

00:09:02: So hatte ich recht früh eine Klicke von wohlstandsverwahrlusten Kids Und wir versuchten uns dann irgendwie so durch, durch die Pubertät zu hangen.

00:09:12: Und dann haben wir natürlich irgendwann auch Alkohol und Drogen ins Spiel.

00:09:17: Das ist ja

00:09:17: ein wirklich... Ich weiß

00:09:19: nicht

00:09:19: wie es bei deinen Eltern war, das ist ja häufig auch so dass Einwandkeit begleitet wird, durch Drogen missbraucht man weil man einfach was braucht.

00:09:26: Genau, Einsamkeit könnte man jetzt so... etwas Trivial Sachen ist.

00:09:30: auch ein großer Schmerz und Schmerzen will betäubt werden.

00:09:34: Und ich habe das zum Beispiel mit Drogen gemacht, und auch recht ausgiebig und leidenschaftlich bis zu einem Tiefpunkt im Jahr fourneutzig.

00:09:42: aber natürlich man versucht sozusagen diese diesen schmerz diesen inneren zu sedieren oder medikamentieren um den preis dass man dadurch unter die rede kommt.

00:09:53: irgendwann

00:09:54: war es bei dir auch alkohol eher oder was hat sich da eher beruhigt

00:09:59: Und das begann mit Alkohol und endete dann mit hartem Drogen.

00:10:03: Du bist trotzdem erfolgreicher Journalist geworden, hast dann geschrieben für große Medien unter anderem Spiegel in Neuen Zürichern oder andere.

00:10:10: Das heißt du hast es vermutlich erst einmal verdrängt.

00:10:14: Man kann auch sowas auch Energie ziehen wie eine Karriere vorantreiben kann?

00:10:18: Oder inwiefern würdest du sagen hattest dein Bufel im Weg jetzt erstmal?

00:10:22: Wie hindert oder sogar befördert?

00:10:24: Das ist eine sehr gute Frage.

00:10:25: also ich war lange, lange Jahre Betrieben von der Vorstellung, ich müsse irgendwo ankommen.

00:10:32: Und dann wenn ich dort ankam ein neuer Job eine bessere Stelle, eine Beförderung Ein noch besseres oder nobleres Medium festzustellen dass es doch nicht richtig war das ist doch nicht reichte und Ich habe lange versucht durch die Änderung der äußeren Umstände dieses diesen inneren Mangel auszugleichen und Es funktioniert aber nicht.

00:10:55: Wenn ich versuche ein inneres Dilemma sagen wir es ein bisschen ruftrabend, einen inneren Schmerz zu tilgen mit etwas was ich von außen da hinein fülle.

00:11:07: Da muss sich immer mehr davon geben.

00:11:08: Es muss immer mehr werden.

00:11:10: Mehr und mehr und mehr!

00:11:12: Das ist ein Fass ohne Bogen.

00:11:16: Und es hat mich viel Schmerzen und leidvolle Erfahrungen gekostet um das zu begreifen.

00:11:23: Wie war das denn, wenn wir jetzt in einen neuen Kollegenkreis kamen?

00:11:25: Hattest du überhaupt den Wunsch anzukommen, also auch im Kolleginnenkreis angekommen.

00:11:29: Den Wunscht nach Gemeinschaft oder hattest Du Dich da auch schon so ein bisschen auf so einer, vielleicht schon bei Elternhaus kommen, in so einer disseimulierten Position gesehen und gesagt okay, ein bisschen distanz und mal gucken erstmal.

00:11:39: Oder wolltest Du wirklich dazu

00:11:40: gehören?

00:11:41: Ich wollte dazugehören und war aber gleichzeitig aufgrund zu der inneren Verzerrung immer wieder hergeworfen zwischen Minderwertigkeitsgefühl und so eine grandiosen Verstiegenheit.

00:11:52: Also ganz merkwürdig,

00:11:56: ja?

00:11:56: Ja, genau.

00:11:56: So eine Überhöhung auch wiederum als Komplization.

00:11:58: Selbst überhögen und gleichzeitig einen Schamgefühl irgendwie nicht zu genügen.

00:12:02: also eine ganz bezache Mischung.

00:12:04: Und wenn ich dann dort angekommen war... Ich bin dann von damals dieses Spiegel online noch zur FAZ, zur tollen Nubel in der FAZ und dann kam ich da an und habe es aber geschafft von irgendwelchen Crazy Moves, da wieder hinaus zu sabotieren.

00:12:22: Und dann ging es wieder weiter.

00:12:24: und die nächste Station... Was

00:12:25: war alles so Crazy Moose?

00:12:28: Was hat man hier vorgeworfen?

00:12:30: Nein, Erroganz war's nicht.

00:12:33: Ich glaube das war vom Medium zum Medium verschieden aber der gemeinsame Nenne ist schon ein Gefühl von inner Unruhe und Unzufriedenheit und einem das Gefühl nicht wirklich dazu zu gehören oder dass es nicht passt.

00:12:48: Und diese innere, ich würde es Verzerrung nennen.

00:12:51: Die hat dazu beigetragen, dass sich auch nicht irgendwo bleiben konnte und das gleichzeitig als großes Glamour empfunden hat.

00:12:58: Deswegen hast du viele Stationen natürlich gehabt in deiner Karriere?

00:13:00: Weil du dachtest, bei der nächsten Station wird sie jetzt aber alles mit einem Schlag gelöht.

00:13:04: Genau!

00:13:06: Das ist so die Hoffnung.

00:13:09: Es gibt dann einen Ort der Erlösung von diesem Dilemma und das funktioniert.

00:13:15: Das klingt ein bisschen corny, wie man so sagt jetzt.

00:13:18: Aber ein bisschen kitschig und cheesy.

00:13:20: aber es ist tatsächlich eine innere Entwicklung die man durchlaufen muss und das ist nicht durch die Änderung der äußeren Faktoren also mehr Geld einer anderen Partner einen schickeren Wohnort ne bessere Wohnung einem besseren Job.

00:13:34: Wenn das Dilemma wirklich ein tiefsitzendes Inneres ist wird das nicht funktionieren Und ich hab's wirklich leidenschaftlich Jahrzehnte.

00:13:42: Das ist aber häufig so.

00:13:43: Du hast erst mal die Schuld oder den Grund für deine Isolation im Außenbereich.

00:13:47: Bei denen anderen, du hattest eben nicht die richtige Redaktion, die richtigen Kollegen und wie auch immer.

00:13:53: Genau!

00:13:53: Nicht die richtige Zeitung.

00:13:54: Da kann man dann sicherlich noch zulagten, dass du unklar erkannt hast, dass das Problem dir selbst warst?

00:13:58: Du hast das zuverlässig mit dir mitgenommen.

00:14:00: Es war ja immer da.

00:14:01: Es konnte nie anders sein.

00:14:02: Egal wo du warst.

00:14:08: Solltest du sagen am Rückblick, dass isoliert warst.

00:14:12: Also wie gesagt, das eine ist ja mal das Gefühl, warst du dass du keine Freunde hattest dann in deinen Redaktionsstuben?

00:14:18: Dass du auch keine Beziehung hattet, dass du am Wochenende allein warst oder wie kann man uns das vorstellen?

00:14:24: Nein ich war also schon relativ gut integriert und es war auch immer umgeben von Menschen die mir sehr wohlgesonnen waren.

00:14:32: aber so dieses, wie habe ich gesagt, dieses Innere Vilemma Das war nicht zu befrieden durch noch so viel Zuwendungen Anerkennung nicht.

00:14:42: Was fehlt dir da?

00:14:43: Das war der größte Mangel!

00:14:45: Das ist eine sehr gute Frage, die direkte Antwort lautet und das klingt vielleicht jetzt etwas befremdend aber ein Mangel an Dankbarkeit und Demo dem Leben gegenüber.

00:14:57: ja.

00:14:58: also darum habe ich das vorhin erwähnt in Abgrenzung zu Menschen die nun wirklich traumatischerweise einsam sind.

00:15:04: Wir hatten angesprochen geflüchtete alte Menschen, Menschen mit schweren massiven psychischen Störungen.

00:15:09: Schwersten Depressionen und Psychoaufgaben.

00:15:12: Was weiß ich?

00:15:14: Schwere psychiatrische Störung, die schreckliche Verluste hinnehmen müssen in ihrer Familie.

00:15:22: Das sind wirklich Einzelkeitserfahrungen.

00:15:23: da kann man nicht sagen ja, mein Gott arbeite mal ein bisschen an dir mach Yoga und praktiziere mehr Dankbarkeit.

00:15:30: das ist wäre fast zynisch.

00:15:34: In meinem Fall war es tatsächlich ein Mangel an Dankbarkeit und eine Weigerung, das Leben so zu akzeptieren wie es ist.

00:15:41: Das finde ich sehr schwer.

00:15:44: Es war irgendwie nicht richtig.

00:15:46: Es waren nicht genug...

00:15:49: Du hattest einen Wunsch?

00:15:50: Der war ungeschütter, der kam sicherlich aus einer gewissen Unzufriedenheit heraus.

00:15:55: Du hättest ein Bild, wie dein Leben sein sollte und das konntest du nicht erreichen.

00:15:58: Genau!

00:15:59: Und dieses Bild ist vermutlich auch Eine Illusion aus einem Fantasie Gebilde.

00:16:05: Das sind Zweck vielleicht sogar darin besteht, dass es gar nicht die Möglichkeit werden kann und so.

00:16:10: Und das ist schrecklich in einen Warteraun zu leben.

00:16:13: In der Hoffnung man wird irgendwann abgeholt und dorthin gebracht wo es richtig gut ist.

00:16:17: aber das Leben in einem Warte-Raun ist entsetzlich und so ist das Leben auch nicht.

00:16:24: So wie ich es heute verstehe ist ein Auf und Ab, und dann weht es zu wo wir wohnen.

00:16:29: Und auch mit viel Schwerzen oder Leid aber auch Schönheit.

00:16:31: Es geht darum das so zu akzeptieren wie's isst.

00:16:35: Das heißt nicht immer die Rennlinge zu klatschen und zu berühlen.

00:16:37: Wunderbar alles toll!

00:16:39: Aber auch nicht immer sich zu sträuben gegen das was isst und das hat mir wahnsinnig schwer gefallen.

00:16:46: Ja genau von diesem Bild von diesem

00:16:47: Arsch zu kommen?

00:16:48: Auch Klinik geworden konnte ich das sehr schwer akzeptierend.

00:16:53: Und das ist mit viel persönlicher Arbeit verbunden.

00:16:56: Auf jeden Fall, da kommen wir jetzt so genau... Das Ganze ist ja auch so.

00:17:01: es geht immer solange gut und irgendwann kommt ein Punkt wo es dann nicht mehr funktioniert.

00:17:05: So ist es halt bei Drogenhäufen oder wie auch immer.

00:17:07: Es kommt meistens in so einem Knall.

00:17:08: Das war bei dir sicherlich der Moment des Burnouts was du gesagt hast.

00:17:13: Das heißt du bist in Arbeit gefrüchtet.

00:17:14: Es ging hier sicherlich über irgendwo unbewusst um Anerkennung ne?

00:17:18: wie du haben wolltest, weil du es nicht gewöhnt warst als Kind einfach nur für dein Dasein.

00:17:22: Egal was du machst, Anna kann zu werden und geniebt und gewertschätzt sein.

00:17:25: das kannst du vermutlich so nicht da sind.

00:17:27: Das

00:17:27: bringt eine Interpretation auf jeden Fall.

00:17:29: ja ich weiß nicht ob ich das so ganz unterschreiben würde aber wir können lassen dass man so stehen.

00:17:33: War jetzt schon ne Vermutung aber weil es ein häufiges Muster ist mag bei dir anders gewesen sein.

00:17:38: auf alle Fälle ist es häufig die Anerkennung die wir dann suchen weil du sagst dass du immer wieder gefürchtet bist in so Traumbilder und die waren nicht zu erreichen.

00:17:47: Irgendwann kommt, ist die Unzufriedenheit halt zu groß?

00:17:50: Entweder nimmt der Missbrauch zu, der Drogenmissbrauch oder es kommen auch vielleicht Depressionen dazu.

00:17:55: Alles Dinge, die uns ja belasten und niederdrücken.

00:17:57: Und ich vermute mal das hat sich dann in diesem Burnout bei dir alles gebündelt, oder?

00:18:01: Das war im Jahr zwei Tausend neunzehn, wie du sagst.

00:18:03: Ja, der Burnout ... Ich war Redakteur der Zeit und wurde dann weggekauft zur neuen Zürcherzeitung Kulturkorrespondent für Deutschland und das erschien mir als der Gipfel meiner Karriere.

00:18:15: Also jetzt war ich doch angekommen endlich.

00:18:19: Jetzt sollte alles klappen,

00:18:20: ne?

00:18:20: Jetzt würde alles funktionieren und innerhalb eines halben Jahres war ich rausgebrannt weil ich war eine Fehlbesetzung für die Stelle.

00:18:28: Das passte nicht und ich hatte panischer Angst diesen Status zu verlieren und habe dadurch gerade erst alles getan um um den

00:18:39: Job zu

00:18:39: scheitern, genau.

00:18:43: Das klingt vielleicht ein bisschen trivial aber anscheinend war doch diese ganz heftige Niederlage nötig, um irgendwie aus aufzuwachen.

00:18:51: Eine

00:18:53: Befreiung ist beim Muldsohn und das musste wahrscheinlich auch so kommen damit du auffassst.

00:18:58: wie war es dann?

00:18:58: Also der beim Ausschalten natürlich jetzt erst mal komplett rausgerissen.

00:19:01: hast du dann Hilfe dir gesucht in Anspruch genommen?

00:19:06: Ja, ich bin in der Psychiatrie gelandet.

00:19:07: Danach war ich noch in einer Klinik.

00:19:09: Das hat aber alles nicht geholfen.

00:19:10: und genau... Ich brach zusammen, ich war in der psychiatrie also richtig hospitalisiert sagt man glaube ich dann danach nochmal in einer klinik Aber ich bekam kein Boden mehr unter die füße.

00:19:22: Dann kam wie gesagt covid Und dann ging so meine persönliche isolationen in so eine allgemeine überträumte mich.

00:19:28: quasi anderthalb Jahre verstecken vor der Öffentlichkeit das verschärfte alles.

00:19:32: Genau, da war die Einsamkeit sogar gewollt.

00:19:34: Das war natürlich ein guter Deckmantel.

00:19:37: Aber für dich war es eine Riesenleidenzeit ja, Kordi?

00:19:41: Ja meine damalige Partnerin trennte sich verständlicherweise.

00:19:44: sie war selber erschöpft von diesen aufeinanderfolgenden Zusammenbrüchen und konnte nicht mehr.

00:19:49: das habe ich.

00:19:50: das war eine Art Notwehr kann ich sehr gut verstehen.

00:19:52: Und dann entschied sich meine Mutter auch noch assistierten so wie zu gehen Und ich drohte ins Wohnlose zu stürzen, das war eine schreckliche Zeit.

00:20:04: Also da kam die Deckungsleiche?

00:20:06: Du warst wirklich objektiv einsam, isoliert in deiner Wohnung und fühlst es sich natürlich entsprechend.

00:20:12: Wie bist du denn von da wieder aufgestanden, wie hast du's geschafft jetzt ganz anders im Leben zu stehen?

00:20:18: Es gab dann eine Phase dramatische Verwicklungen auch eines romantischen Abenteuers, wieder die Idee eben etwas von außen.

00:20:30: In diesem Fall ein Mensch, ja... Ein schöner talentierter Mensch wird mich also irgendwie retten vor dem Einsam sein und wird diesen inneren Mangel ausgleichen.

00:20:38: Das funktionierte gar nicht.

00:20:39: Dieser Mensch hat sich und vollkommen zu Recht abgewendet irgendwann.

00:20:43: Und dann war ich wirklich noch tiefer, noch weiter am Boden zerstört kann man sagen.

00:20:49: Und da gab es zum Glück einen sehr rabiaten Freund, der so vehement gegen diese Tendenz meiner gegen meine verzerrten Vorstellungen vorgegangen ist.

00:20:59: Und zum ersten Mal, der ist schon lange in meinem Leben, aber zum ersten mal habe ich den richtig ernst genommen und hab dieser Hilfenhang ergriffen voller Wiederwillen oder ein ganz anderes Leben führt als ich.

00:21:11: Aber ich dachte irgendwie war die bereit?

00:21:13: Anscheinend war der Schmerz das Leid, auch wenn es jetzt ein bisschen melodramatisch klingt so groß dass ich irgendwie die Bereitschaft hatte was zu ändern und nicht mehr auf meinen Eigenwillen zu beharmen.

00:21:23: Nicht mehr zu sagen ja ihr habt alle recht aber ich mach's trotzdem so sollen wir sagen ich kapituliere hier Ich bin am Ende.

00:21:31: ich mache jetzt das was mir diese Freunde warten Und das war und nehmen die Hilfe an und das war das war meine Rettung.

00:21:39: Ja

00:21:40: Das ist er heute zu tun.

00:21:41: ja dass man erst wenn es nicht anders geht das ist leider genau In jedem Fall, wie sah die Rettung aus?

00:21:46: Hat er dich erst mal rausgeholt aus deiner Isolation?

00:21:49: oder was habt ihr gemacht?

00:21:51: Er

00:21:51: war einfach da für mich.

00:21:52: Wir haben täglich telefoniert und das ist umso beachtlicher als er ein Unternehmer ist, der sehr viel beschäftigt ist.

00:21:59: Eine große Familie hat mit zwei Kindern und eine unmenge Leute, die an ihm herumzuckeln usw.

00:22:06: Und wir haben jeden Morgen fünf, sechs Tage jeden Morgen zwei Jahre lang um acht Uhr telefonieren.

00:22:12: Eine halbe bis dreifel Stunde also allein das ist einfach ein sich großzügiges Geschenk.

00:22:16: der macht sowas.

00:22:16: ja und Das hat mir geholfen in den tag zu kommen.

00:22:19: und ich gab dann auch noch einen zwei andere freunde Und an die ich mich was es geklammert habe aber auf dich gehört habe und wo ich Anschluss gefunden hab Helb Fn der selbsthilfe podcast

00:22:32: Was habt ihr denn Beholfen?

00:22:34: oder wie bist du?

00:22:35: Dann auf den weggekommen zu sagen dass problemen war die ganze Zeit auch ihr selbst, das war in mir selbst.

00:22:40: Aber nach wie vor wollen wir das reflektieren?

00:22:42: Eine Familiengeschichte aber auch zu sagen ich muss ja in mir etwas ändern.

00:22:45: In mir muss sich das verändern weil mein inneres Bedingt darf äußern um mich herum.

00:22:50: Das muss es dich schon lange als ich in nineteen vier neunzig bin nicht kegen geworden.

00:22:54: also Kino trocken also keine Drogen kein Alkohol.

00:22:57: und da ist schon klar gelesen irgendwas stimmt mit dir nicht Daniel wenn du in so eine Serie reingerätzt.

00:23:03: mir war das schon klar.

00:23:05: Ich habe Therapie damals gemacht und besuche auch seitdem die zwölf Schrittegruppen, die mir sehr geräufen haben.

00:23:13: Und ich wusste schon immer das ist mit sehr viel persönlicher Arbeit, also Arbeit in der Selbstverbindung.

00:23:18: aber ich hab' das wie so eine Art Lippenbekenntnis immer aufgesagt, wie so ein Synchronsprecher, der bei den Text gar nicht wirklich begriffen hat dass ich dieses erworbene Wissen auch anwenden muss und zwar auch wenn ich keine Lust habe darauf wie ein Vieterfreund über sagt was Wenn ich dem sage, ich hab keinen Bock das zu machen.

00:23:34: Dann sagt er, mach's halt ohne Bock.

00:23:36: Mach's ohne Bock!

00:23:37: Entscheide hinterher ob es gut war und nicht vorher.

00:23:40: Du warst immer als schon früher.

00:23:42: Und diese ganzen... Das wusste ich schon lange, dass das mit meiner Arbeit selbst verbunden ist.

00:23:46: aber ich habe mich da drum herum gemogelt und erst glaube ich Jahr zwei, einundzwanzig, zweien zwanzig begriff' ich dann.

00:23:55: also dann hatte ich wirklich genügend Schläge kassiert für die ich auch selber verantworten habe, dass ich bereit war wirklich was zu ändern auf täglicher Wartes.

00:24:05: Was hast du geändert?

00:24:06: Ist ja auch in deinem Buch, das hat viel mit unseren Denktikwüns.

00:24:10: Es ist auf der mentalen Ebene auch stark.

00:24:12: Erst mal die Einstellung ist schon mal wichtig.

00:24:14: Nein so, Tim, einen höre ich auf Freunde und Freundinnen wenn sie Kritik üben und sage nicht immer gleich Ja aber.

00:24:23: Ja aber heißt immer nein.

00:24:25: Wenn du mir jetzt sagst Wie wär's, wenn du mal ein bisschen vor zur Bett gehst und nicht nur abends vierzehn Espresse und ich weinst du das sag' ich ja.

00:24:32: Du hast recht aber weißt so.

00:24:35: Dann ist schon heiß eigentlich nein.

00:24:37: War es auch nicht Kritik-Reach früher nämlich an oder?

00:24:39: Weil es ist häufig dann so...

00:24:40: Genau!

00:24:40: Letztlich... Ein eklatanter Mangel an Aufbeschlossenheit gegenüber dem Unbekannten oder Neuen Das ist das eine und auch ein Mangel in Bereitschaft was neues auszuprobieren.

00:24:51: Das sind zwei Grundkonstanten meines Charakters und da muss sich viel tun Und ich will immer wieder diese Falle dieser Auggangs- oder Anmaßung, wie auch immer so zurückzuschlitten haben.

00:25:04: Das ist das eine.

00:25:05: und was habe ich noch getan?

00:25:07: Ich glaube dass es mir gelungen ist ein bisschen dankbarer zu sein für das, was ich habe, für das Leben so wie es ist... ...und wenn ich diese Dankigkeit nicht empfinde, was oft der Fall ist oder recht oft!

00:25:17: Dann tue ich es so, als ob ich dankbar wäre.

00:25:19: Oder ich bitte da oben!

00:25:20: Man kann das Gebet nennen wie auch immer man das nennt.

00:25:23: Ich versuche zu dann so, dass ob ich Dankbar wäre und sage Mensch guck doch mal ja.

00:25:27: also ist doch alles den Fokus zu ändern und nicht nur auf das zu starren was nicht gut läuft was besser laufen könnte sondern die Fülle die in meinem Leben ist.

00:25:38: Also das sind vor allen Dingen Das ist ganz wichtig Sind das Menschen?

00:25:42: Und eben Nicht-Status-Symbolen Jobs Visiten Karten Das ist alles so wahnsinnig kitschig und trivial.

00:25:47: Aber das wissen wir alle irgendwie, aber ich hab's auch gewusst.

00:25:51: Ich habe das nicht in Handlungen...

00:25:53: Du hast es nicht

00:25:55: übernommen?

00:25:56: Das Wissen ist das eine Rationale.

00:25:57: Da bist du immer alle selbst.

00:26:00: Genau.

00:26:01: Man muss sich da noch fühlen.

00:26:04: Also du hattest ja vorhin schon gesagt Dankbarkeit und Demut haben dir gefehlt.

00:26:07: also vermute dass sind auch die Schrauben an denen du zum Beispiel gedreht hast also auch eine demut.

00:26:11: Dann zum Beispiel.

00:26:14: Ist junger Martin?

00:26:16: Genau,

00:26:16: ich habe ihn nicht eingegangen.

00:26:18: Es ist ja nie zu spät, das ist doch gut!

00:26:21: Das stimmt auch.

00:26:22: Vielleicht kennst du den Gedanken auch diese Reue und Zerknirschung.

00:26:27: Was hab' ich getan und hätte ich nicht.

00:26:30: Hätte ich doch, hätte ich doch... Aber das ist, du hast vollkommen recht.

00:26:33: Es ist nicht zu spät.

00:26:35: und da gibt es ja diesen wunderbaren Slogan der Anonyme Alkoholiker und ihrer ganzen Spin-off Gruppen, die lautet nur für heute.

00:26:42: Also gestern ist Passé.

00:26:45: Morgen kannst du gar nicht... Die können zu ähnlich kontrollieren.

00:26:47: Du hast nur heute!

00:26:49: Nur vor heute.

00:26:50: Und das ruf ich mir auf den Erinnerungen.

00:26:52: Das ist doch auch etwas befreiendes oder?

00:26:54: Find' ich Wenn man dann einfach sagt, dass ist erst mal der Moment von dem Gehirn gescheiten.

00:27:02: Das freut uns sehr.

00:27:04: Wieso eigentlich noch zur Selbsthilfegruppen?

00:27:06: Weil du gesagt hast, die NAs haben dir geholfen damals bei der Sucht.

00:27:10: Machst du das noch oder nutzt du das nicht mehr so wie Angebote in der Selbsthilfel?

00:27:16: Auf jeden Fall ist es eine tolle große mittlerweile weltweit agierende Bewegung bei der alle mitmachen können, unabhängig von Alter, sexueller Ausrichtung, ethnischer Zugehörigkeit.

00:27:29: Es gibt keine Mitgliedsbeiträge, es gibt keine Chefs oder Chefinnen und es gibt eine ideologische Ausrichtungen.

00:27:35: Das ist ein Ort wo Menschen sich zugehörig fühlen können die große Probleme mit Zugehöhrigkeit haben und es hoffen gibt für... die hoffnungslosen Fälle.

00:27:49: Das habe ich hunderte Mal erlebt, dass Menschen, die komplett ohne Hoffnung waren und die aufgegeben worden waren von allen Institutionen, von der Gesellschaft, von einfach allen dort wieder auf die Beine bekommen sind.

00:28:02: Ich kann es nicht anders sagen als eine segensreiche Gemeinschaft Community

00:28:06: Aber momentan nutzt du die Angebote nicht so wegen dem Wissen?

00:28:10: Doch!

00:28:12: Wir sind auch wie gesagt ein Punkt Isolation zu überwinden weil du in der Gruppe da was mal hat Krankheitsprobleme, was auch immer.

00:28:19: Du hast mit Gleichgesätten zu tun und ich finde das macht ja dann immer schon die eigenen Probleme ein bisschen kleiner oder leichter zu ertragen.

00:28:25: Auf jeden Fall!

00:28:27: Also Menschen, die von Einsamkeitsgefühlen geplagt sind – und es klingt natürlich jetzt absurd-, aber sind alleine in sehr schlechter Gesellschaft.

00:28:35: Ich und mein Brübeleien, Ängstensorgen, Misstrauen

00:28:39: usw.,

00:28:40: bevölkert der Kopf wie beide sind alleine eine sehr schlechte Gesellschaft füreinander und sobald daran oder dazukommen kann, gibt es Hoffnung.

00:28:49: Diese Erkenntnis ist wie oft immer der Anfang der Lösung etwas zu verändern.

00:28:55: Man muss sich bewusst machen.

00:28:57: Zum Schluss noch gefragt, was tust du heute?

00:28:58: Wenn du merkst die Dämonen sind wieder da und versuchen dich zurückzuziehen in diesen alten auf den einsamen Stamm, vielleicht deine täglichen Tricks oder wie auch immer... Die Gruppen

00:29:09: sind auf jeden Fall gut und anrufen.

00:29:11: Anrufend also wie man so im Therapie-Sprecher sich zumuten anrufen und vor allen Dingen ehrlich sagen, wie es ist.

00:29:19: Also das nicht Sugarcoating, dass nicht irgendwie einkleiden in eine coole Story sondern wirklich ehrlich sagen wie es isst.

00:29:30: Dann

00:29:30: hoffe ich mal du machst mit deinem Buch ja auch Mut?

00:29:32: Ich glaube das war vielleicht auch ein kleiner Ansatz.

00:29:34: Du schreibst natürlich über dich, du schreibest über deinen Weg deine Rettung aber du kannst natürlich Menschen noch Mut machen Und hat sich auch überrascht, dass sie aus einer guten Resonanz gefunden hat.

00:29:44: Also das Einserbreit ist ein größeres Thema als man vielleicht denkt?

00:29:49: Nein.

00:29:50: Das ist eine schwierige Frage.

00:29:52: Ich glaube auf die kann ich keine schlüssige Antwort jetzt gerade geben.

00:29:55: Weil es für mich zeigt ist, dass er durchaus in der Gesellschaft

00:29:58: guckbar ist und... Ich freue mich, dass es Anklang findet und dass sich Leute identifizieren können.

00:30:04: Du liest ja auch unter anderem in Berlin am dreißigsten April.

00:30:08: Wir wünschen dir nach und vor Viel Erfolg!

00:30:11: Vielen Dank.

00:30:12: Danke, dass du bei uns

00:30:13: warst.

00:30:13: Danke und

00:30:14: danke euch gerne.

00:30:15: Und weiter viel Erfolg.

00:30:16: Tschüss.

00:30:17: Das war die Folge diesmal mit dem Journalisten und Autor Daniel Haas.

00:30:21: Er hat eine sehr interessante Sache zum Thema Einsamkeit veröffentlicht.

00:30:25: Schaut gerne rein, die schon uns haben wir euch verlinkt.

00:30:28: Und das war es für dieses Mal.

00:30:29: am Mikrofon verabschiedet sich Oliver Geltner.

00:30:32: Ich freu mich, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid.

Über diesen Podcast

Mit "HELP FM" startete das Potsdamer Selbsthilfe-, Kontakt- und Informationszentrum (kurz SEKIZ) e.V. am 10. Januar 2013 ein bundesweites Pilotprojekt: Eine Radioplattform, die ausschließlich dem Selbsthilfegedanken verpflichtet ist. Damit wurde ein Forum geschaffen, auf dem sich Betroffene und Interessierte zielgerichtet informieren können. 7 Jahre lang ging die Selbsthilfe-Sendung HELP FM bei Radio BHeins on air... Oft gibt es aber mehr zu sagen, als in einer kurzen Radiosendung passt und somit produziert nun HELP FM, seit dem 09.01.20, Selbsthilfe-Podcasts.

Intensive Gespräche und spannende Reportagen warten auf die Zuhörenden.
Zu den Programmschwerpunkten zählen alle Themen rund um die Selbsthilfe, Aufklärung über verschiedene Erkrankungen sowie Talks mit Experten. Zugleich wird wirkungsvoll über Hilfs- und Therapieangebote berichtet. Die Podcasts erscheinen donnerstags im Zwei-Wochen-Rhythmus.

Kontakt: ehrenamt@sekiz.de | 0331 62 00 281

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von und mit HELP FM - SEKIZ e.V. Potsdam

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